Prophylaxe von Reisedurchfällen
Stand 03/2008Die beste Prophylaxe zur Vermeidung von Durchfällen ist die Beachtung der folgenden Regel: boil it, cook it, peel it, or forget it!
Die folgende Aufstellung ist ein Leitfaden für die Nahrungsmittelhygiene:
Gefährlich:
Tartar, Austern, kaltes Fleisch, kalte Meeresfrüchte, Salat und rohes Gemüse, ungeschältes Obst, Sandwiches, Mayonnaise, offenes Speiseeis, rohe Milch, Leitungswasser, Eiswürfel
Ungefährlich:
Gut durchgekochte frische Meeresfrüchte und Fleisch, gekochtes Gemüse, geschältes Obst, fabrikverpacktes Speiseeis, abgekochtes Wasser, Säfte aus Flaschen, Konserven, Tee, Kaffee, abgekochte Milch, Wein, Bier
Empfehlungen zur Selbsttherapie bei Erwachsenen:
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Schweregrad des Durchfalls |
bevorzugte Therapie |
Bemerkungen |
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gering |
viel Flüssigkeit, orale Rehydratation (SantalytÒ / ElotransÒ ) |
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> 3 breiige/ wässrige Entleerungen /24 h |
orale Rehydration (ORS -z.B. SantalytÒ / ElotransÒ ), Loperamid, z.B. ImodiumÒ |
keine Nebenwirkungen
wegen möglicher Nebenwirkungen nur max. 2 Tage einnehmen |
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zusätzlich wesentliche Allgemeinsymptomatik wie z.B.: Kreislaufstörungen, Schwäche, Erbrechen |
ggf. zusätzlich antimikrobielle Therapie (Einmaldosis) (z.B. Azithromycin oder Ciprofloxacin) |
bei Dauer > 12 h ärztl. Behandlung aufsuchen |
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zusätzlich Fieber(>1Tag) und/oder blutige Stühle (Dysenterie) |
ORS (SantalytÒ / ElotransÒ ), antimikrobielle Therapie z.B. Azithromycin oder Ciprofloxacin über 3-5 Tage |
möglichst rasch ärztl. Behandlung aufsuchen |
Für Säuglinge und Kinder:
Bei Durchfallserkrankungen und/ oder Erbrechen: mit oraler Rehydratation (z.B. Santalyt) sofort beginnen und ärztliche Hilfe aufsuchen.