Dengue-Fieber
Stand 03/2008Dengue-Fieber ist in den Tropen und Subtropen (Südostasien, Indien, Australien, Pazifik, Mittelamerika, Südstaaten der USA und Karibik, Afrika, östlicher Mittelmeerraum) eine Viruserkrankung, die sich weiter ausbreitet.
Der Virus wird von der Stechmückenart Aedes aegypti übertragen. Es erkranken etwa 4000 deutsche Urlauber pro Jahr an Dengue, vor allem bei Reisen in Südostasien und Mittelamerika.
Die Inkubationszeit (Stich bis zum Ausbrechen der Symptome) beträgt 5-7 Tage.
Das Krankheitsbild ist grippe-ähnlich mit starken Kopf- und Gliederschmerzen, Druckschmerz hinter den Augen, bisweilen flüchtigen Hautrötungen. Akute Symptome klingen nach einer Woche ab. Insgesamt ist die Erkrankung gutartig und meist komplikationslos. Im Verlauf einer Zweitinfektion mit einem unterschiedlichen Serotyp (längerer Aufenthalt oder erneute Reisen in betroffene Gebiete) kann es durch immunologische Enhancement-Phänomene zu Komplikationen mit einem schweren hämmorrhagischen Verlauf (Dengue hemorrhagic fever DHF, Dengue-Schock-Syndrom DSS) kommen. Betroffen sind in den Tropen vor allem Kinder (3-11 Monate). Symptome sind dann hohes Fieber, Blutungsneigung und Schock. Eine sekundäre bakterielle Bronchopneumonie kann auftreten, die dann mit Antibiotika behandelt werden muss.
Die Diagnose wird meist anhand der Symptome gestellt und durch Nachweis von Antikörpern im Blutserum.
Die Behandlung erfolgt symptomatisch, das bedeutet ausreichende Flüssigkeit- und Elektrolytzufuhr, fiebersenkende Mittel (Paracetamolâ , Ibuprofenâ ), Vitamin C und Ruhe. Wegen der Blutungsneigung sollte kein Aspirinâ (Salicylsäure) eingenommen werden.
Prophylaxe: Persönlicher Schutz gegen Mückenstiche durch körperbedeckende Kleidung (luftdurchlässige Stoffe z.B. Leinen) und insektenabwehrende Mittel (z.B. Nobite) mit einer Wirkzeit von 2-4 h für unbedeckte Hautstellen (Waden, Nacken, Handgelenke). Die Dengue-übertragende Mücke sticht im Gegensatz zur Malariamücke (Anopheles) tagsüber.
Eine große Mückendichte und Temperaturen über 15 °C begünstigen das Auftreten der Krankheit. Für die Mückenlarven sind Wasserreservoire notwendig, daher wenn möglich Wasserreservoire abdecken, auch kleine Pfützen.
Ein Impfstoff ist in der Entwicklung.